Portrait 3.0 | #1 | Tim Neuhaus

Der Paradiesvogel bei Grand Hotel van Cleef!

© by Andreas Hornoff

© by Andreas Hornoff

„Die Offenbarung. Der Song. Die Hingabe. Das Konzerterlebnis. Die Stimme. Vom Fleck weg! Wir konnten nicht anders. Mit solchen Menschen möchte man schon alleine privat zu tun haben und wenn sie dann noch solche Musik machen… dann macht das alles wieder Sinn.“

– GHvC

Tim ist ein aufgeschlossener und sympathischer Musiker. In der Musik verbindet Innovativität und Talent leichtfüßig, verspielt und bewegend. Er gehört zu den aufsteigenden Singer/Songwritern der Stunde. Bisher veröffentlichte er drei Alben – von denen eins besser als das andere ist!

Tim wurde 1979 in Hagen geboren. Dort lebte er bis zu seinem Abitur. Danach absolvierte er ein Studium an der Musikhochschule in Weimar. Musik spielte schon immer eine große Rolle für ihn. Schon als seine Mutter mit ihm schwanger war, hat er im Bauch getrommelt wie auf einem Schlagzeug! Beim Klavierunterricht konnte er sich die Stücke nicht merken. Daraufhin nahm ihn sein Lehrer mit in den Keller. Dort stand ein langhaariger Mann mit einer E-Gitarre und einem Schlagzeug. Sein Lehrer setzte ihn ans Schlagzeug. Von diesem Punkt an war es um Tim geschehen. Das Schlagzeug und insbesondere die Musik wurden zu einem wichtigen Begleiter in seinem Leben.

Nach seinem Studium musizierte er einige Jahre an der Seite von Clueso. Live wie auch bei den Alben Aufnahmen unterstützte er den Musiker auf seinem musikalischen Weg. Aus der arbeit heraus entstand eine unzertrennliche Freundschaft, die bis heute anhält und bei der sich die beiden Vollblutmusiker gegenseitig unterstützen. Als Tim nach Berlin kam nahm er ein Engagement als Trommler bei der Blue Man Group an und konnte demnach aus organisatorischen Gründen nicht bei Clueso spielen. Bei seinem ersten Besuch bei TV Noir nannte ihn der Moderator auch liebevoll „Trommelschlumpf“ als er bei den Recherchen zur Sendung heraus fand das Tim bei der BMG spielte.

Dann kam der Moment als Theese Uhlmann (Leader bei GHvC) ein Konzert besuchte und keine Lust hatte sich den Support-Act an dem Abend anzuschauen. Ein Freund musste ihn erst überreden. Der Support war Tim Neuhaus. Theese war hin und weg, ich zitiere: „Denn dann… Die Offenbarung. Der Song. Die Hingabe. Das Konzerterlebnis. Die Stimme. Vom Fleck weg!“ Das sagt doch alles. Grand Hotel van Cleef hat einen weiteren Mitspieler!

Rückblende: Schon als Teenager hat Tim angefangen Songs zu schreiben. Anfangs war er hauptsächlich als Trommler in den verschiedensten Projekten unterwegs und sein eigenes Ding blieb auf der Strecke. Erst Jahre später trat er ans Mikro heran und gab seinen Texten eine Stimme. Mikrofon wie auch Schlagzeug stehen im gut. Ob als Improvisationstalent an den Drums oder als Sänger der gefühlvoll Emotionen mit seiner Stimme transportiert. Tim Neuhaus ist hörenswert und talentiert zu gleich.

Auf die Frage hin, ob seine Karriere auch anders verlaufen wäre, wenn es MySpace & Co nicht gegeben hätte, dementiert er. Es erfüllt zwar seinen Zweck, aber es ist im Grunde auch nichts anderes als eine Homepage. Zumal Tim sich mit zahlreichen Gigs in die Herzen der Hörer gespielt hat.

Tim kommt viel rum und lernt demnach auch andere Künstler kennen. Es kommt zu Zusammenarbeiten mit unterschiedlichen Künstlern u.a. Max Prosa, natürlich Clueso, Konstantin Wecker, Ingo Pohlmann, Gisbert zu Knyphausen, Stefan Honig und nicht zu vergessen Kat Frankie mit der er sogar für sein aktuelles Album den wundervollen Song EASY OR NOT aufnahm.

Doch Tim ist nicht nur an den Drums und am Mikro tätig, er sitzt auch hin und wieder an den Reglern und wirkt als Produzent für andere Künstler. Beispielsweise für Marcus Wiebusch von Kettcar. Ein Song für dessen Soloalbum hat er bisher für den charismatischen Sänger der Hamburger Band produziert. Denn Wiebusch ist begeistert vom Multitalent Neuhaus, der auch als Paradiesvogel bei GHvC gilt! Tim erzählte mir das Wiebusch sein aktuelles Album NOW so gut findet, dass er sich wünschen würde das wenn sein erstes Soloalbum so klinge würde wie NOW, dass er mit seinem Album zufrieden wäre! Mal schauen inwieweit das erste Album von Markus Wiebusch an das facettenreiche NOW von Tim heranreicht.

Wenn man ihn nach seinem schönsten Moment als Musiker fragt, fällt es ihm schwer einen ganz bestimmten Moment zu benennen, aber der Moment als er das erste Mal seine eigenen Songs präsentierte, kommt schon nah ran an diesen schönen Moment.

Ob nun Solo oder mit seiner Band THE CABINET. Man merkt schnell das hier leidenschaftliche Musikbekenner am Werk sind, die die Liebe zur Musik und die Freundschaft zu einander leben.

© by Anne Krauß

The Cabinet © by Anne Krauß

Würde Tim auch noch etwas anderes machen als Musik? Ja – in seiner zweiten Lebenshälfte würde er gern noch Koch werden. Hoffentlich verwechselt er dann beim Kochen die Töpfe nicht mit den Drums!

Diskografie

One Of A Thousand Ways (2003) – Tim Neuhaus (Clubkraft Records)
Gute Musik (2004) – Clueso (Four Music)
Yindi (2005) – Tim Neuhaus (selbstveröffentlicht)
Blankets (2007) – Tim Neuhaus (selbstveröffentlicht)
Baby, Swim (2009) – Tim & Andi (selbstveröffentlicht)
A Spring Odyssey EP (2010) – Tim Neuhaus (GHvC)
The Cabinet (2011) – Tim Neuhaus (GHvC)
Now (2013) – Tim Neuhaus & The Cabinet (GHvC)
Yindi (Rerelease/2013) – Tim Neuhaus (GHvC) 

Facts-to-go 

* bei Grand Hotel van Cleef zu unterschreiben war wunderschön und Lieblingsplatten werden auch    gern in Form von Tonträgern gekauft

* Tim war schon zweimal bei TV Noir

* für Tim gab es schon die lustigsten Namen: Trommelschlumpf (Tex), Boris Becker (Kashmir)

* im Spätherbst 2013 geht’s ins Studio mit Clueso – Tim ist also wieder am Schlagzeug

* im November/Dezember 2013 ist er auf TV Noir – Tour mit Max Prosa

*  Regisseur von den Musik Videos ist kein geringerer als Dietrich Brüggemann (Filme: Renn, wenn du    kannst, 3 Zimmer/Küche/Bad)

Tim im Internet

Homepage  
Facebook
Youtube
GHvC

(Anm.d.R.: Ich danke Tim für das kurze, aber sehr interessante Interview nach seinem Konzert in Berlin am 07.09.2013. Ohne diesen kleinen Einblick in sein Leben mit der Musik wäre dieses Portrait nur halb so schön geworden!)

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