Der Kettcar-Frontmann auf Solopfaden

 

Ein gutes, cooles Leben wird die beste Rache – Song: „Nur ein mal rächen“

Marcus Wiebusch macht jetzt solo. Kettcar pausiert, aber Wiebusch macht weiter und klingt auf seinem ersten Solo-Album KONFETTI wie ein rebellischer Visionär der etwas bewegen möchte, aber nicht mit Karacho sondern Schritt für Schritt. Kraftvoll, verspielt und immer irgendwie das letzte Wort auf den Lippen. Wiebusch schreibt bewegende Texte, das kennen wir schon von Kettcar. Auf seinem Solo-Debüt beweist er Raffinesse.

Produziert wurde das Album in Berlin, Hamburg, Köln und Reykjavik. Eingespielt von verschiedenen Musikern, die Marcus mit den Jahren kennengelernt hat, wie beispielsweise Tim Neuhaus. Bekannt als Trommler bei Clueso und selbst Sänger und Gitarrist in der eigenen Band Tim Neuhaus & The Cabinet. Ein weiterer bekannter Musiker und Produzent ist Tobias Siebert. Der unter anderem Gary, Juli, Virginia Jetzt! und auch die dritte Platte Sylt von Kettcar produzierte. Spielte früher bei Klez.e und hat derzeit ein Soloprojekt mit dem wundervollen Namen The Golden Choir.

Ein Debüt das mit Vielfältigkeit überzeugt. Er singt und rappt (aber nicht in der Hardcore-Variante). Ehrlich, charmant und wortgewandt. Ein Löffel Rock, ein Teelöffel Pop, eine Prise Hip Hop und ein Hauch Elektro.

Marcus zitiert aus dem Leben, oftmals das was nicht laut gesagt wird. Im Song DER TAG WIRD KOMMEN geht es um einen schwulen Fußballspieler. Hierfür hat er viel recherchiert und Gespräche geführt. Ein bedeutsames Gesellschaftsthema zu dem er klar und deutlich Stellung bezieht: „All Ihr dummen Homophoben, all Ihr dummen Hater (…)“. Homophobie wirkt hier wie eine Krankheit und wenn man mal ganz ehrlich ist: ES IST SO! Jeder sollte den lieben, den Er /Sie lieben möchte.

KONFETTI trifft es auf den Punkt. Jeder Song beherbergt eine Geschichte. Nachvollziehbar für jeden als wenn es die eigene Geschichte wäre. Hier findet man Songs, die man ins Herz schließt und zu Hymnen werden lässt! Sei es der Song NUR EINMAL RÄCHEN, der von den Verlierern der Vergangenheit und den Gewinnern der Zukunft erzählt oder dem doch recht fragwürdigem Stück DER FERNSEHTURM LIEBT DEN MOND. Der einzige Song der doch eher aus dem Rahmen fällt. Wo hingegen WIR WAREN EINE GANG das pathetische Gefühl wiederspiegelt, welches jeder kennt der eine Vision hegt. Am Ende rieselt SCHWARZES KONFETTI durch die Gehörgänge, das einen wohlbekannten Begleiter besingt: den Zweifel.

Marcus Wiebusch ist in Höchstform. So wie damals bei DU UND WIE VIEL VON DEINEN FREUNDEN …

weitere Infos zu Marcus Wiebusch:

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Anbei noch ein Interview mit Rockpalast Backstage. Informatives über Wiebusch.

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