Berlin Music Days 2013

Berlin Music Days 2013

In der europäischen Techno-, Electro- und Clubszene braucht sich Berlin nicht zu verstecken. Sie ist einer der Hauptgründe, warum so unendlich viele junge Menschen nach Berlin kommen, um ihren Urlaub oder sogar einen ganzen Lebensabschnitt hier zu verbringen. Die Szene nimmt in der gesamten Musikkultur Berlins einen gesonderten Platz ein, seit Jahrzehnten hat sie sich aufgebaut und einen festen Platz im Leben der Menschen eingenommen. Selbst in Sachen Stadtentwicklung ist ihre Rolle nicht abzusprechen.

Aus diesem Grund finden diese Woche, von Mittwoch bis Sonntag, die 5. Berlin Music Days in der Hauptstadt statt. Das jährlich veranstaltete Festival + Konferenz richtet sich „von der Szene an die Szene“. Ihr Ziel ist es die Akteure der Szene- Veranstalter, DJs, Musikerinnen und Musiker – und Beobachter sowie Interessierte zusammenzubringen, ihre Vernetzung voranzutreiben und den Wissensaustausch zu fördern. In der Konferenz wird sich in verschiedenen Tagesveranstaltungen, den De:bug Musiktechniktagen und den BerMuDa LABs kritisch mit der aktuellen Lage der Szene, ihrer Historie und ihren Chancen, aber auch mit den sich stellenden Hürden der Clubszene auseinander gesetzt. Genauso wagen die Sprecher und Gäste einen Blick auf das internationale Geschehen.

So wird es zum Beispiel am Mittwoch eine Diskussion zur Musikförderung geben, in der sich unter anderem Oliver Baurhenn, Norman Palm und Katja Lucker kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Das Max-Plank-Institut steuert mit „Resonances“ eine eigene kleine Konferenz bei, die sich mit den Effekten der Musikszene auf das Leben in und der Stadtentwicklung von Berlin beschäftigt. Genauso wird sich in mehreren Vorträgen und Panels über den Stand der GEMA und der Gentrifizierung und ihrer Auswirkungen auf die Clubszene ausgetauscht und diskutiert.

In diesem Jahr spielt die Literatur ebenfalls eine zentrale Rolle. In dem Teil BerMuDa Books werden die fünf Bücher „Nachtleben Berlin“, „Der Klang der Familie“, „Die ersten Tage von Berlin“, „Analog“, „Lost and Sound“ vorgestellt und in den vier Tagen finden Lesungen in fünf verschiedenen Clubs statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Jeden Abend schließt sich der Konferenz dann der Konzert- und Party-Teil der Berlin Music Days an. Besondere Highlights sind dabei der Auftritt von Kevin Scholar im Ritter Butzke und das Konzert von Hercules And Love Affair sowie Pool im Postbahnhof.

 

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