Bandvorstellung: Mapei

Mapei

In unserer musikverwöhnten Welt sind wir es gewohnt, dass taktangebende Künstler und Bands aus Skandinavien im Allgemeinen und Schweden im Besonderen kommen. Als wäre es ein sechster Sinn der schwedischen Musiker immer ganz vorne auf der Welle neuer Trends mitzuschwimmen. Nicht anders machte es die junge Sängerin Mapei aus Stockholm. Mit ihrem leichtfüßigen und zugleich romantischen R’n’B Song „Don’t Wait“, zog sie Ende letzten Jahres die Scheinwerfer der ersten Trendscouts auf sich.

Dabei liegt ihr Gespür für Neues nicht an ihrem skandinavischen Wohnort, sondern eher an den vielen kulturellen Einflüssen, die auf sie einwirken. Als Tochter eines Amerikaners und einer Liberianerin sprudelte es die ersten Jahre ihres Lebens aus den vielfältigen Quellen amerikanischer Wirklichkeit und liberianischer Wurzeln auf sie zu. Michael Jackson, Hip Hop und westafrikanische Musik hinterließen erste Spuren.

Dem folgten ein Umzug nach Schweden und ein Kulturschock. Jacqueline Mapei Cummings, so ihr voller Name, sah sich als Teenager plötzlich schwedischer Pop-, Folk- und Clubmusik gegenüber. Die einzige Konstante: Hip Hop. Und so fand sie sich in der Stockholmer Undergroundszene wieder und machte sich 2008 als Rapperin einen Namen.

Der Hip Hop als musikalische Heimat ist in ihren ersten Songs kaum zu überhören. Ihre Zukunft sah sie aber im Popgeschäft: „My mission is to make epic pop songs,“ sagt sie gegenüber W Magazine und lässt jegliche Überheblichkeit dabei missen.

Ihr Talent für’s Songwriting sprach sich rum und machte Downtown Records auf sie aufmerksam. Das Label nahm sie in sein Artist-Register zwischen Gnarls Barkley und Santigold auf. Doch bevor sie ihre ersten Aufnahmen machte, erfasste Mapei das Fernweh. Für mehrere Jahre lebte Tunesien, Portugal und Brasilien und sammelte Inspiration für ihren kreativen Vorrat.

Mit frisch aufgefüllten Tanks ging’s für die 29-jährige im letzten Jahr zurück nach Stockholm und direkt ins Studio. Den Rap ließ sie hinter sich und schöpfte Vertrauen für Songs voll Pop, Soul, R’n’B und brasilianischem Funk. Denn viele unterschiedliche Einflüsse vereint Mapei in sich – amerikanische Kultur, schwedische Pop- und Clubmusik, brasilianische Voodoo-Kunst und Hip Hop sind nur einige von ihnen.

Zu ihren Fans kann Mapei bereits Lykke Li oder Chance the Rapper zählen, was ihr einige gute Remixe für ihren Soundcould-Stream einbrachte. Nach dem ersten Hit „Don’t Wait“ steht das Debutalbum für 2015 in Aussicht.

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