Bandvorstellung: MALKY

Foto: Max Parovsky

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Liegt es an der Jahreszeit oder ist es nur ein Zufall, dass die meisten vielversprechenden Bands gerade besonderen Wert auf ihr Recht zur Melancholie legen? Vielleicht hat es System, dass sie es gerade jetzt in Angriff nehmen, dieses süße und zugleich bittere Gefühl in wunderbare Musik zu übersetzen. Denn Melancholie ist für diese neue Generation an Bands mit einer Sehnsucht verbunden. Einer Sehnsucht nach der Heimat, die nicht nur in Zentraleuropa liegt, sondern auch in Osteuropa oder dem Balkan. „Da man in der realen Welt nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann, haben wir uns mit Malky einen Schauplatz kreiert, an dem das eben doch möglich ist“, erklären Malky die neue Welt, die sie in ihrer Musik kreieren.

Malky gehört zu eben jenen Bands, die Sehnsucht und Melancholie zu einem eigenen verträumten Sound mit besonders viel Soul verknüpfen. Daniel Stoyanov und Michael Vajna haben ihre Wurzeln in Ungarn und Bulgarien. Beide sind in Deutschland aufgewachsen und leben gerade in Leipzig. Für beide machte Musik schon immer einen großen Faktor im Leben aus. Daniel Stoyanov, der Sänger von Malky, begann schon mit 13 Jahren zu singen, hatte erste Liveauftritte mit 19.

Sie haben sich in Mannheim kennengelernt und die vielen Parallen zwischen ihnen sofort erkannt. Seit dem verbindet die beiden ein starkes Band des Verständnisses, das auch ohne viele Worte funktioniert. Im letzten Jahr haben sie gemeinsam an ihrer Diamonds EP gearbeitet und ausgiebige Touren als Support für Leslie Clio und Laing gespielt, die nicht folgenlos waren. „Unser Erfahrungsschatz ist dadurch enorm gewachsen. Wir haben Blut geleckt“, heißt es von Malky begeistert. Bei der ganzen Hektik auf Tour kann es dann auch mal vorkommen, dass sie ihren Gitarristen versehentlich im Kofferraum einsperren: „Unser Gitarrist Micha, hat uns mal aus dem Laderaum unseres Tour-Busses angerufen. Wir öffneten die Tür und da stand er im dunklen Laderaum mit seinem Handy am Ohr.“ Aber das soll nicht zur Regel werden, denn als wichtiges Mitglied der Band, sollte er erhalten bleiben.

Malky machen sehr reduzierte Musik und verzichten bewusst auf große Effekte. Sie selbst beschreiben es als „music for sensitive people“ – sie berührt jeden und ist dabei immer noch cool. Es ist ein langes, tiefes Luftholen, während die Zeit kurz stillsteht.

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