7 Fragen an Simon Grohé

Simon_Grohé_1_klDas Album „Mamaoerf“ ist in Sack und Tüten, die Release Party war ein voller Erfolg – Simon Grohé startet mit Zuversicht in die zweite Hälfte des Jahres! Mit einem Sound, der stark an Max Herre erinnert, gemischt mit dem dritten Clueso-Album „Weit Weg“, hat der Rapper gute Chancen, sich in unsere Gehörgänge zu spielen und einer unserer Lieblinge zu werden. Simon Grohé mixt Hip-Hop-Flow mit der fluffigen Leichtigkeit von Reggae zu einer eingängigen Mischung für gechillte Abende. Seine Songs füllt er mit Leben, Nachdenklichkeit und besonders viel Wärme.

Wir haben den Rapper gebeten uns einige Fragen zu seinem neuen Album, über seine Anfänge und Bevorstehendes zu beantworten.

Du hattest vor Kurzem ein Record Release Konzert zum neuen Album „Mamaoerf“ gespielt. Wie lief’s aus deiner Sicht und wie war das Feedback zu den neuen Songs?

Der Releaseabend im Badehaus war ein Traum. Wir haben davor die Woche intensiv für Promotion jeglicher Art genutzt und sind gefühlt jeden Abend rausgezogen, um das Ding zu bewerben. An einem Montagabend in Berlin den Laden voll zu bekommen ist schon ’ne Herausforderung. Es hat sich extrem gut angefühlt, dann dort auf der Bühne zu stehen und in so viele strahlende Gesichter zu sehen! Das Konzert haben wir mit Dj/Livecombo gespielt und die Jungs hatten extrem viel Bock auf die Sache. Ich hatte das Gefühl, dass diese Laune auch aufs Publikum übergeschwappt ist! Das deute ich als positives Feedback!

Was ist die Botschaft deines Albums „Mamaoerf“?

Auf Mamaoerf geht es grundsätzlich um Beziehungen zwischen Menschen. Zwischenmenschlichkeiten, Konflikte, Liebe, Wut. Dinge, die wir untereinander ausmachen. Das Album ist ein Tributalbum an meine Mutter, richtet sich aber an jede und jeden. Wenn ich zum Beispiel singe „du siehst es verkehrt wenn du tust als sei’s nichts wert / hör einfach auf dein Herz…“ dann meine ich zwar jemand bestimmtes, aber jeder kann seine Personen dort hineinprojezieren. Wenn das funktioniert, habe ich mein Ziel erreicht.

Seit wann gehört Musik zu deinem Leben und wie fing alles an?

Zum Hip Hop bin ich durch meinen Cousin gekommen. Durch ihn habe ich zuerst hauptsächlich Ammirapalben gehört. Mein Bruder Ben Burgwinkel (BIG LIP / BENDMA, hat „Morgensonne“ produziert) hat mir dann Deutschrap gezeigt und mir war relativ schnell klar, dass ich das auch machen will. Wir haben irgendwann Ende vierzehn angefangen, zu schreiben und haben die Hip Hop Formation „Bonnkers“ gegründet. Mit der Zeit hat sich jeder von uns in eine andere Richtung entwickelt. Er wollte eher produzieren, ich hatte noch mehr Bock auf rappen und vor allem auch auf singen. Durch diverse Acts die ich mochte, wie Saian Supa Crew oder Fugees oder Pete Philly, hatte ich großen Bock auf Reggae und Soulmusik, Also habe ich mir später eine Band gesucht. Der Gitarrist der Band wurde so eine Art Mentor für mich. Er hat mich dazu gebracht, meine eigenen Songs ins Bandgewand zu packen und mein erstes Album aufzunehmen. Die „Soulion LP“. Das war Ende 2009. Ernsthaft ambitioniert mache ich also seit 2008/2009 Musik.

Was bedeutet Hip Hop für dich?

Hip Hop war mein Initiator. Ich habe dadurch gelernt mich auszudrücken, meinen Charakter geformt und bin menschlich gereift. Durch Hip Hop habe ich gelernt, Dinge aus dem Bauch zu entscheiden, nicht immer alles planen zu müssen. Eine andere Leidenschaft, die ich beruflich neben der Musik mache, ist Videoproduktion. Ich denke sogar dieser Zweig wäre ohne Hip Hop nicht so, wie er jetzt ist. Für mich ist Hip Hop also meine Quelle, aus der ich alles, was ich mache, schöpfen kann.

Was sind die wichtigsten Zutaten für gute Musik?

Leidenschaft, Geduld, Reflektion, Selbstbewusstsein, Liebe und Vorstellungskraft.

Welche Bands laufen bei dir gerade auf Hot Rotation?

Ich höre jeden Tag sehr viel unterschiedliche Musik, daher ist es schwer da konkrete Bands auszumachen. In meinem iTunes Verlauf sind gerade Lianne La Havas, Megaloh, Sonne Ra, ;Mayday! und Drake. Die letzten Platten, die ich mir gekauft habe, sind Farhot „Kabulfire Vol.1“, Wun Two „Ships“, José James „no beginning no end“ und die „Liquid Spirit“ von Gregory Porter.

Was steht dieses Jahr noch an?

Als nächstes freue ich mich auf die kommenden Konzerte. Wir werden auch eine Tour zum Album spielen, an der feilen wir momentan noch. Wir haben zu dem Mamaoerf-Song „Wie kannst du“ einige schöne Reinterpretationen anderer Rapper eingesammelt. Aktuell gibt es eine sehr freshe Version von Balance, einem befreundeten Rapper aus Freiburg, zum Download auf Soundcloud. Dort findet man auch jede Menge Free Downloads und weitere Exklusivitäten. Im Hintergrund arbeiten wir auch schon an den nächsten Videosingles zum Album, da wird es bald wieder Neues geben. Ich freue mich grade einfach drauf, die Musik intensiv zu verbreiten und genieße es, endlich die neuen Songs präsentieren zu können!

Wir sagen, vielen Dank für das Interview!

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