OLDIES BUT GOLDIES!

Ich möchte euch heute mal alte Lieblingsalben von mir empfehlen, die man getrost 10 Jahre später auch noch hören kann. Ihr kennt das sicherlich (zumindest die, die eine physische Musiksammlung haben), draußen regnet es und niemand aus dem Freundeskreis ist grad verfügbar um was zu unternehmen. In solch einem Fall, sitze ich dann manchmal vor meinem CD-Regal (ich bin ein Kind der 90er und das war die Blütezeit der CD und ja, ich besitze noch welche!) und sortiere die lieb gewonnenen Staubfänger. Nun beim letzten Mal sind mir ein paar Alben in die Hände gefallen, die ich euch gerne ans Herz legen möchte. Alte Alben die musikalisches Hörgold enthalten.

JEFF BUCKLEY – Grace (1994)

Jeff Buckley lebt leider nicht mehr, aber seine Musik bleibt unvergesslich. Melancholie, Leidenschaft und Emotionen gesungen von einer weichen Stimme.Tiefgründige Texte, ein Hang zu Improvisationen und die Kunst mit der Stimme Oktaven zu überspringen. Sein Leonard Cohen Coverversion von Hallelujah kennt jeder und eine Eselsbrücke um auf den Namen, dieses doch viel zu jung gestorbenen Musikers, zu kommen. Sein einziges vollendetes Studioalbum erreichte damals Goldstatus und eine Vielzahl von Tourneen auf dem ganzen Erdball.

Placebo – Black Market Music (2000)

Hach, dieses Album habe ich nun wirklich damals rauf und runter gehört! 1999 kam Eiskalte Engel in die Kinos und Placebo lieferten den Titelsong “Every You Everey Me” zum Film ab und von da an war es um mich geschehen. Black Market Music vertritt den typischen Placebo-Sound und hat es geschafft, dass von da an wirklich jeder egal ob jung oder alt von Placebo gehört hat.

Lizz Wright – Dreaming Wide Awake (2005)

Vor gut 10 Jahren war ich nicht im Internet auf der Suche nach guter Musik, sondern in der Bibliothek! Und diese Künstlerin fiel mir dabei in die Hände. Ich ahnte nur ansatzweise, was für Musik mich auf diesem Album erwarten würde und ich sollte recht behalten – es handelt sich hierbei um Jazz/Soul/Gospel Album verfeinert mit einer tollen Coverversion von Nil Young (Old Man). Dreaming Wide Awake besticht durch eine ruhige und sanftmütige Weise, die einen in Tagträume eintauchen lässt und ist der perfekt Soundtrack für einen entspannten Sonntag.

Nick Cave And The Bad Seeds – Let Love In (1993)

Ich liebe Horrorfilme und durch meinen älteren Bruder, der sich früher nebenbei Geld in einer Videothek dazu verdiente, auch die Möglichkeit mir durch ihn Filme ab 16 Jahren auszuleihen. Einer der ersten war SCREAM und in diesem Film lief bei einer Szene im Hintergrund RED RIGHT HAND. Jahre später bin ich wieder auf diesen Song gestoßen und war auch schon vertrauter mit der Musik von Nick Cave, sodass ich mir LET LOVE IN zulegte. Das Album besteht aus düsteren Balladen und zerfetzten Rocksongs, aber alles in allem ergibt es ein ganzes. Ein absolutes MUSS für Nick Cave Fans.

Sunny Day Real Estate – Diary (1993)

Jeder kennt Nirvana, Soundgarden, Alice In Chains und Pearl Jam, aber kennt ihr Sunny Day Real Estate? Nee ne? Ich bis vor ein paar Jahren auch nicht! Die Doku HYPE!, in der es um die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Grunge geht berichtet von dieser Band. Ich war hin und weg und die Musik musste her in meinen heimischen CD-Player. DIARY kracht und schreit wie ein typisches Grunge Album aus den frühen 90ern. Definitiv eine Empfehlung für Grunge- Fans wie mich.

Remy Zero – The Golden Hum (2001)

Remy Zero kennt vielleicht der Eine oder Andere von Euch. Save me war der Titelsong zur Serie Smallville. Serie hab ich nie intensiv verfolgt, aber der Song blieb im Kopf fest verankert. Das dazugehörige Album The Golden Hum ist genauso hörenswert wie der Song Save me. Angenehmer Alternativrock, ein Gefühl von Sommer in den Ohren, begnadeter Sänger am Micro – beste Vorraussetzung! Leider zerbrach die Band an dem Erfolg von The Golden Hum. Schade.

Coldplay – Parachutes

2000 liebte ich Coldplay. Vor allem ihr Debütalbum Parachutes. Heute kann ich mit Coldplay nichts mehr anfangen. Verschwunden ist die musizierte Zerbechlichkeit vom Debüt. Gefühlvoll, sanft und so leidenschaftlich. Heute füllen Coldplay große Hallen und das einzige was mir bleibt ist Parachutes, dass mich an meine Jugend und die einhergehenden Gefühlsschwankungen erinnert.

The Frames – Fitzcarraldo (1996)

Bevor Glen Hansard solo erfolgreich wurde, gab es The Frames. Eine Alternative-Rockband die 1990 zusammen fand und noch nicht, wenn man Wikipedia glauben darf, getrennt haben. Fitzcarraldo enthält einen Song vom späteren Soundtrack ONCE – kennt ihr doch? Say it to me now- der Song in dem sich Glen Hansard die Seele aus dem Leib schreit. Das Album steht noch gar nicht so lange in meinem Regal. Es hat mir beim ersten durchhören auf Anhieb gefallen und landete dann schließlich bei der Kasse. Glen Hansard mal in einem rockigerem Gewand. Kann ich nur empfehlen.

Ryan Adams – Rock N Roll (2003)

Verliebt, verlobt, ver …. ach lassen wir das! Aber ganz ehrlich so erging es mir beim ersten Mal hören von genau diesem Song (Video über dem Text). Hin und weg. Und das Album Rock N Roll auf dem So Alive drauf ist, ist ebenso empfehlenswert. Eine Mischung aus rockigen und balladesken Singer/Songwriter-Songs. Eine Vielzahl von Alben hat er schon veröffentlicht. Unter anderem vor kurzem das komplette Album “1989” von Taylor Swift, halt nur in seinem Musikstil – gefällt mir persönlich natürlich besser als das Original.

 


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